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How to snurf mit Claudio Laager

Wie der Prototyp des Snowboards Arosa erobert

Es war 1965, als der Amerikaner Sherman Poppen seine Tochter dabei beobachtete, wie sie auf dem Schlitten stehend einen beschneiten Hang hinuntergleitet. Kurzerhand halbierte er zwei Skier und band sie an den Spitzen zusammen – die Geburtsstunde eines neuen Sportgeräts, des „Snurfers“. Auf die Benennung ist seine Frau gekommen, ein Kofferwort aus den Begriffen „Snow“ und „Surf“. Bald wollte jeder in seiner Strasse ein solches Gerät, bis 1976 verkaufte Poppen etwa eine Million Snurfer.

Der ursprüngliche Snurfer entwickelte sich weiter. Er wurde breiter, länger, eine Bindung wurde angebracht, selbst der Name hat sich verändert – hin zum heutigen Snowboard. Doch immer mehr Snowboarder besinnen sich zurück zu den Wurzeln ihres Sports, so auch Claudio Laager, Hoteldirektor des Valsana Hotel in Arosa.

Bereits mit 10 Jahren stand er schon auf dem Snowboard, Anfang der 90er. Damals war der Sport alles andere als beliebt, erinnert er sich – die Pisten und Aufstiegsanlagen waren kaum für die neuen Wintersportgeräte und Fahrttechniken ausgestattet, die überwiegend jungen Boarder und Boarderinnen ungern gesehene Gäste. Dies ändert sich im Laufe der 90er Jahre, mit der Verbreitung und Etablierung des Snowboards als Wintersport.

Und der Snurfer? Nun, der geriet immer mehr in Vergessenheit. Claudio Laager hat es sich zur Mission gemacht, das ursprüngliche Brett wieder zum Leben zu erwecken. Im Rahmen von Moving Mountains bietet er seinen Gästen Kurse und Touren an, in den Tiefschneefeldern von Arosa.

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„Das Snurfen kann jeder erlernen, mit etwas Übung. Den Kniff hat man schnell raus. Arosa eignet sich als Kulisse wirklich hervorragend. Zum Snurfen braucht man Tiefschnee, den muss man hier nicht lang suchen. Einen unberührten Hang findet man gleich, sogar mitten im Dorf. Was soll ich sagen, es macht einfach nur wahnsinnigen Spass. Man fällt in den Pulverschnee, steht auf, weiter geht’s. Eben, wie früher.“

Claudio Laager, Hoteldirektor des Valsana Hotel

How to snurf? Das Prinzip ist sehr einfach. Man stellt sich etwa schulterbreit auf das Board und hält sich an der Schnur fest. Knie leicht gebeugt, der Körperschwerpunkt ist leicht nach unten verlagert. Und dann? Es gibt wohl 100 Möglichkeiten, eine Anleitung zu formulieren. Entscheidend ist jedoch das Gefühl. Durch die fehlende Bindung hat man den Berg direkt unter den Füssen, spürt jede Eigenart des Terrains. Geradezu eine mystische Erfahrung, findet Claudio Laager, diese Verbundenheit mit der Natur. Aber auch mit den Ursprüngen des Sportes. „Man fühlt sich wie ein Pionier.“

Sie wollen ebenfalls zurück zu den Wurzeln des Snowboardens? Probieren Sie es aus, als Moving Mountains PLAY Aktivität, wir begleiten Sie gerne dabei.

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